Experten der EU-Lebensmittelbehörde arbeiten für Agrar-Industrie
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP), Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Journalistin deckt Verbindungen zwischen EU-BeraterInnen und Agrar-Industrie auf.Die Verflechtungen zwischen den BeraterInnen der EU-Lebensmittelbehörde EFSA und der Agro-Industrie stehen im Mittelpunkt einer Reportage der Journalistin Claire Robinson. „Europe’s pesticide and food safety regulators - Who do they work for?“ fragte die Journalistin. Nicht für die EU und ihre BürgerInnen, scheint die Antwort.
Robinson berichtet, dass der italienische Wissenschafter Angelo Moretti bereits seine Mitgliedschaft in einem Berater-Gremium der EFSA niederlegen musste, da er auch an einer Firma beteiligt war, die Chemie-Unternehmen im Umgang mit der EU-Chemikalienverordnung REACH beriet. Moretti war für die EU an Projekten beteiligt, die sich mit der Risikoabschätzung von Pestiziden befassten.
Auch weiteren Gremiumsmitgliedern, darunter den WissenschafterInnen Alan Boobis, Diána Bánáti, Milan Kovác und Theodorous Brock wirft die Journalistin Interessenskonflikte mit der Agrar-Industrie vor.
Der Bericht beschreibt auch, mit welchen Mitteln das industrienahe International Life Science Institute (ILSI) versucht, auf die EFSA Einfluß zu nehmen.
Die EFSA veröffentlichte bis vor Kurzem noch die Listen mit ihren BeraterInnen im Internet, jetzt wurden die Namen allerdings von der Webseite entfernt.
Der Report in englischer Sprache steht auf der Webseite von PowerBase gratis als Download zur Verfügung.
Report: Europe’s pesticide and food safety regulators - Who do they work for?
Presseaussendung - Genfoodneindanke