ExpertInnen - Bericht warnt vor negativen Umweltauswirkungen von Arzneimitteln

Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)

Die negativen Umweltauswirkungen von pharmazeutischen Produkten werden immer noch unterschätzt und daher kaum beachtet.

Ein vom Europäischen Umweltbüro organisierter ExpertInnen-Workshop beschäftigte sich mit den Umweltauswirkungen von Pharmazeutika. In ihrem abschließenden Bericht warnen die Experten vor nicht zu unterschätzenden negativen Auswirkungen von Pharmazeutika auf die Umwelt. Potentielle Umweltschadstoffe in Arzneimitteln wurden bisher zu wenig beachtet. Der pharmazeutische Markt in Europa ist in den letzten Jahren jedoch stark gewachsen und mit ihm auch der Umwelteinfluss von Arzneimitteln. Die unsachgemäße Entsorgung der Stoffe und deren industrielle Produktion sind weitere Quellen für Umweltbelastungen durch Arzneistoffe. Entgegenwirken könnte hier die „grüne Pharmazie“, die leichter und schneller von der Natur abgebaut wird und daher auch geringere Umweltauswirkungen hat. Die ExpertInnen fordern außerdem ein europaweit einheitliches Klassifikationsschema, in dem Umweltrisiken pharmazeutischer Produkte festgehalten werden und verweisen auf die Pionierarbeit einiger WissenschafterInnen in Schweden.

Bericht