Fairtrade-Stempel jetzt auch für Goldbarren
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP), Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Fairtrade-Label will nachhaltigen Abbau von und Handel mit Gold fördern.Medienberichte über „Blutdiamanten“ sind heute keine Seltenheit mehr, aber nur Wenigen ist bewußt, dass auch der Abbau von Gold und der Handel mit Goldschmuck ein schmutziges Geschäft ist.
Der Kampf um Gold und andere Rohstoffe kostete zum Beispiel im Kongo seit 1996 rund fünf Millionen Menschen das Leben. Der kommerzielle Abbau von Gold wird meist mit Hilfe hochgiftiger Chemikalien durchgeführt und gefährdet Menschen und Umwelt. Das Fehlen von Kontrollsystemen, anhand derer man die Herkunft des Goldes und damit auch die Abbaubedingungen überprüfen könnte, ist ein großes Problem. Der Verzicht auf Goldschmuck war bisher für KonsumentInnen die einzige Möglichkeit, ethisch verantwortungsvoll zu handeln.
Anfang dieser Woche wurde jetzt in England der erste Fairtrade-Stempel für Gold vergeben. Mit dem Kauf von Fairtrade-Gold können KonsumentInnen ein Projekt in Kolumbien unterstützen, das einen umweltschonenden Abbau des Metalls ohne giftige Chemikalien fördert. Die ArbeiterInnen bekommen anständige Löhne, die Eingriffe in die Umwelt und der für den Abbau notwendige Wasserverbrauch werden minimiert.