Falter-Bericht: OMV-Strategie nicht zukunftsfähig
17. März 17
In einem neuen Artikel der Wochenzeitung „Falter“ wird die aktuelle Strategie des Konzerns OMV analysiert. Demnach lassen sich keine Veränderung vom fossilen Geschäft hin zu erneuerbaren Energien erkennen, stattdessen wendet sich der Konzern vermehrt politisch instabilen Ländern wie Lybien zu und intensiviert die Kontakte nach Russland.
Greenpeace nahm den Artikel zum Anlass, erneut eine Neuausrichtung der OMV zu fordern.
Die OMV orientiert sich in ihrer Planung offensichtlich an Szenarien für den zukünftigen Energieverbrauch, mit denen sich die in Paris festgelegten Ziele nicht erreichen werden lassen. Während man weiter auf Öl und Gas setzt, wird etwa ein Windpark in Rumänien verkauft und die Forschung im Bereich Wasserstoff in erster Linie wegen Imagegründen weitergeführt. Es scheint, als sei die Zukunft für die OMV eine Strategie von gestern, schließt der Artikel.
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat den Bericht zum Anlass genommen, erneut eine Strategieänderung bei der OMV zu fordern, an der die Republik Österreich mit 31,5 % beteiligt ist. In einer Aussendung richtet sich Greenpeace an Finanzminister Schelling, da die Beteiligung über die Österreichische Bundes- und Industriebeteiligungen GmbH (ÖBIB), in die Zuständigkeit des Finanzministeriums fällt.
„Worauf wir schon lange hinweisen, wird nun auch von Branchen-Insidern bestätigt. Der OMV droht der Niedergang, wenn sie nicht endlich die Zeichen der Zeit erkennt“, so Adam Pawloff, Klima- und Energiesprecher bei Greenpeace Österreich. „Jetzt liegt es an Finanzminister Hans Jörg Schelling sicherzustellen, dass die Interessen der Republik Österreich gewahrt bleiben, indem sich die OMV als zukunftsfähiges Energieunternehmen ausrichtet.“
Falter: Mit Vollgas auf der Ölspur (kompletter Artikel kostenpflichtig)
Greenpeace an Finanzminister Schelling: Jetzt neue OMV-Strategie fordern