Feinstaub auch in kleinen Mengen gefährlich
Verkehr & Luft & Industrie
Für Feinstaubpartikel, die bis zu 2,5 Mikrometer groß sind, gilt in der EU ein Grenzwert von 25 Mikrogramm pro Kubikmeter. Dabei kann schon eine deutlich geringere Feinstaubbelastung erhebliche Gesundheitsschäden hervorrufen. Das zeigt eine Zusammenfassung von 22 europäischen Studien zur Luftverschmutzung.WissenschafterInnen werteten Daten von über 367.000 Menschen aus 13 europäischen Staaten aus und stellten fest, dass kleinste Partikel mit einer Größe von weniger als 2,5 Mikrometern für die menschliche Gesundheit besonders gefährlich sind. Derart kleine Partikel können tief in die Lungen und in den Blutkreislauf geraten und Krebserkrankungen, Asthma, Allergien oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen auslösen.
Angesichts der besonderen Gesundheitsgefahren kleiner Feinstaubpartikel empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen Grenzwert von zehn Mikrogramm. Insbesondere die europäischen Großstädte sind aber weit davon entfernt den empfohlenen Grenzwert einhalten zu könnten. Erst im Oktober hatte die Europäische Umweltagentur (EEA) in einem Bericht aufgezeigt, dass zwischen 2009 und 2011 96 Prozent der Stadtbevölkerung Feinstaubbelastungen ausgesetzt waren, die von der WHO als gesundheitsschädlich eingestuft werden. [Quelle, DNR]