Finanziert die öffentliche Hand die Billigfluglinie Ryanair?

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Die Fluggesellschaft Ryanair erhält von vielen europäischen Regionalflughäfen hohe Subventionen. Konkurrenten wie Lufthansa und Air France zweifeln die Rechtmäßigkeit dieser Fördermittel an und meinen, dass Ryanair ohne diese nicht überlebensfähig wäre.

Kontrollen aus dem Jahr 2008 zeigen auf, dass Ryanair allein in Frankreich 35 Millionen Euro an Subventionen erhielt, um Regionalflugplätze anzufliegen. Französische Zeitungen schätzen die Zuschüsse innerhalb der EU sogar auf 660 Millionen Euro. Vor allem kleinere, von der öffentlichen Hand finanzierte Flughäfen, dürften versuchen, Ryanair mittels Fördermitteln und kostenloser Dienstleistungen zum Landen zu bewegen.
Dadurch geraten sie in immer größere Abhängigkeit von der Fluglinie und werden zu immer höheren Förderungen „erpresst“.

Bedenklich ist vor allem die sogenannte „Marketingunterstützung“, hier erhält die Airline Geld, um als Gegenleistung den Flughafen und die Region auf der Website und im Bordmagazin zu bewerben. So strich die Airline allein in Rodez, einem kleinen französischen Flughafen, zwischen 2004 und 2006 3,2 Millionen Euro ein.

Lufthansa hegt den Verdacht, dass Ryanair diese fragwürdigen Subventionen direkt in seine Bilanz einfließen lässt und sich so sein wirtschaftliches Überleben sichert. Beschwerdeverfahren auf europäischer Ebene konnten diese Subventionspraxis bisher nicht beenden.

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