Finnland wird Testgebiet für neuen russischen Atomreaktor
Energie
Russlands staatliche Atomfirma Rosatom soll einen 1.200-Megawatt-Reaktor an der finnischen Ostseeküste bauen, schreibt Reinhard Wolff in seinem Artikel für die Internetplattform „Klimaretter“. „Der Reaktortyp ist zwar noch nie irgendwo gelaufen, aber das Angebot ist günstig, denn der russische Staatskonzern sucht einen Türöffner für die EU“, schreibt Wolff.„Am Dienstag teilte das AKW-Baukonsortium Fennovoima in Helsinki mit, man wolle Rosatom Overseas, eine Tochter der staatlichen russischen Nukleargesellschaft Rosatom, mit 34 Prozent der Anteile an dem Konsortium beteiligen und gleichzeitig mit dem Bau eines Reaktors beauftragen. Der solle 2024 in Betrieb gehen und einen präliminären Kaufpreis von 6,4 Milliarden Euro haben.“
Bei dem geplanten Reaktor handelt es sich laut Angaben von Wolff um die Weiterentwicklung eines Druckwasserreaktors, der noch nirgendwo erprobt wurde.
„Greenpeace Russland hat vor Sicherheitsdefiziten des fraglichen Modells gewarnt, und die finnische Atomaufsichtsbehörde STUK kam in einer schon 2009 erstellten Analyse zum Resultat, dass dieser Reaktortyp finnische und EU-Sicherheitsstandards nicht erfülle. Um genehmigungsfähig zu sein, müsste er für einen Einsatz in Finnland also sicherheitstechnisch aufgerüstet werden.“