Flughafen-Klimaprogramme basieren auf zweifelhaften Offsets
Flughäfen sind nach derzeitigen Plänen stark auf zweifelhafte Offset-Mechanismen angewiesen, um ihre Emissionen zu verringern. Das zeigt eine neue Untersuchung der NGO Transport & Environment (T&E) des Airport Carbon Accreditation (ACA) Programms. Auch wenn T&E das Bemühen von Flughäfen zur CO2-Reduktion anerkennt, würden viele der Projekte nicht zur Kompensation von Emissionen taugen und wären auch nicht für das EU-Emissionshandelssystem zulässig.
Andrew Murphy, Zuständiger für den Flugverkehr bei T&E, sagt dazu: „Viele Flughäfen bezeichnen sich als CO2-neutral, aber wie unsere Nachforschungen zeigen, sind diese Behauptungen mit Vorsicht zu genießen. Die Flughäfen verlassen sich auf Arten von Kompensationsprojekten, die von der EU teilweise schon vor langer Zeit aufgrund ihrer Umweltverträglichkeit als unzulässig eingestuft wurden. Wenn dieses Programm glaubwürdig sein soll, braucht es ernsthafte Reformen.“
Das Airport Carbon Accreditation Programm (ACA) soll Flughäfen dazu anhalten, emissionsneutral zu werden und stützt sich dabei auf den Kauf von Offsets. Allerdings hat ACA nur vage Vorgaben dazu, welche Arten von Offset-Zertifikaten zulässig sind. Beispiele: Der Flughafen von Mailand kompensierte seine Emissionen mit Emissionszertifikaten eines großen Staudamms, der später brach und dabei große Schäden anrichtete. Der Flughafen von Athen griff auf Offsets von Windkraftanlagen in China zurück, die nicht zu einer zusätzlichen CO2-Ensparung führen und im EU-Emissionshandelssystem nicht zulässig sind.
Transport & Environment: Airports’ climate programme relies on offsets excluded under EU laws
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