Flugverkehr und Emissionshandel: laut FoE-Studie viel strengere Regelung nötig
Klima & Energie
Die Einbeziehung des Flugverkehrs in den Emissionshandel wird in der derzeit geplanten Form wenig bringen. Zu diesem Schluss kommt eine von Friends of the Earth in Auftrag gegebene und Anfang September 2007 veröffentlichte Studie. Demnach wird der derzeit wahrscheinliche Preis von 50 Euro/t CO2 kaum Auswirkungen auf Wachstum und Nachfrage im Flugverkehr haben. Selbst bei dem sehr unwahrscheinlichen Preis von 300 Euro/t wären die Reduktionen nur sehr gering.Außerdem, so die Studie, werden die Emissionen bereits vor dem für 2012 geplanten vollständigen Beginn des Emissionshandels um 25-60 % ansteigen.
Nötig, so FoE, sei daher eine Einbeziehung aller Flüge bereits ab 2010 (oder früher), eine Begrenzung der CO2-Zertifikate auf 50 % der Werte von 2005/6 und die Versteigerung aller Zertifikate.
Präsentiert wurde die Studie am 4.9.2007 im Europäischen Parlament - gerade richtig, um in der Debatte vor der ersten Lesung zur Richtlinie noch eine Rolle zu spielen: Die Abstimmung im federführenden EP-Umweltausschuss ist für den 3.10.2007, die erste Lesung im Plenum für den 13.11.2007 geplant.
Pressemeldung FoE (en)
Studie (en pdf 1,2mb)
Zusammenfassung der Studie (en pdf 295kb)