Forderung nach mehr Transparenz über die Geldflüsse im Bergbau und bei der Erdölförderung

Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

Der Ruf nach Transparenz über die Geldflüsse von internationalen Konzernen an Regierungen von Staaten, die Lizenzen zum Abbau von wertvollen Rohstoffen oder für die Förderung von Erdölrechten gewähren, wird immer lauter.

Viele KonsumentInnen lehnen die Ausbeutung der ArbeiterInnen und die massive Umweltverschmutzung im Zuge der Gewinnung wertvoller Rohstoffe ab, der Kauf von „Blut-Diamanten“ ist für viele KonsumentInnen mittlerweile verpönt.

Ein großes Problem beim Abbau dieser Rohstoffe und bei der Gewinnung von Erdöl ist allerdings die Nachvollziehbarkeit der Herkunft der Produkte, und auch die Geldflüsse der Konzerne an Regierungen können oft nicht nachvollzogen werden.

Auch für die EU ist die Nachvollziehbarkeit mittlerweile ein wichtiges Thema, Ende dieses Jahres soll ein Gesetzesvorschlag präsentiert werden, der sich mit diesem Problem befasst, berichtet die online Zeitung EurActiv in ihrem Artikel „EU to table oil, mining transparency bill“.

Die Offenlegung der Geldflüsse zwischen Konzernen und Regierungen wird auch von internationalen NGOs mit großem Interesse beobachtet. Ein aktueller gemeinsamer Bericht von Transparency International und des Revenue Watch Institutes beschäftigt sich mit den Anti-Korruptionsmaßnahmen internationaler Gas- und Ölkonzerne und analyisert die Geldflüsse der Konzerne an die Regierungen der Länder, in denen diese Firmen tätig sind.

Der Bericht in englischer Sprache steht auf der Webseite von Transparency International gratis als Download zur Verfügung.

EurActiv: EU to table oil, mining transparancy bill.(en)
Studie: 2011 Report on Oil and Gas Companies (en)