Forscher entwickelt Test für Pestizidrückstände in Fischen

Natur & Biodiversität

Fischfarmen verfüttern immer mehr Pflanzenreste, die Pestizidrückstände enthalten.

WissenschafterInnen des deutschen „Fraunhofer-Instituts für Molekularbiologie und Angewandte Ökologie IME“ haben ein Testverfahren entwickelt, mit dem festgestellt werden kann, ob sich bei der Aufnahme von mit Pestiziden belastetem Futter dieses in den Fischen anreichert.

Jeder zweite Speisefisch kommt heute aus einem Zuchtbetrieb, schreiben die WissenschafterInnen. Die Nachfrage nach Fisch wächst stetig, jährliche Steigerungsraten liegen laut Angaben des Fraunhofer-Instituts bei neun Prozent. Immer öfter werden an die Tiere pflanzliche Rohstoffe verfüttert und diese enthalten Rückstände von Pflanzenschutzmitteln. Ob sich diese Pestizide in den Fischen anreichern, soll jetzt mit Hilfe des neuen Testverfahrens geprüft werden.

Mit der Prüfung der Pestizidrückstände soll den neuen Vorgaben der EU-Kommission entsprochen werden: „Die Europäische Kommission veröffentlicht im Herbst 2011 für die Pflanzenschutzmittel-Zulassung eine neue Datenanforderung für Fische: Jeder Hersteller und Importeur, der ein neues Pflanzenschutzmittel in Europa in Verkehr bringen will, muss dieses nicht nur registrieren lassen, sondern dabei zugleich beweisen, dass keine Gefahr für die Anreicherung im Fischfilet besteht“.

Pressemitteilung Fraunhofer-Gesellschaft