Französische Regierung gibt strategische Treibstoffvorräte frei
Dieser Entscheidung vorangegangen war eine in den französischen Raffinerien und Treibstofflagern von den Gewerkschaften CGT initiierte soziale Bewegung, welche Lohnerhöhungen fordert. Nahezu ein Drittel der französischen Tankstellen seien am Nachmittag des 9. Oktober von Versorgungsproblemen betroffen gewesen, wie es in einem, dem Sender Franceinfo vorliegenden Bericht des Ministeriums für Energiewende heißt.
„Angesichts der Situation haben wir Maßnahmen ergriffen, um die am Wochenende geschlossenen Depots zu öffnen, den Verkehr von Lastwagen zu genehmigen, unsere strategischen Vorräte freizugeben und unsere Importe zu erhöhen“, verkündete in der Folge die Ministerin für Energiewende, Agnès Pannier-Runacher, auf Twitter.
Ansturm von Autofahrer:innen an Tankstellen
Das ganze Wochenende über sorgten Versorgungsprobleme für einen Ansturm von Autofahrer:innen an einigen Tankstellen. Die Nachfrage lag an dem zweiten Sonntag im Oktober um bis zu 30 bis 35 Prozent höher als sonst, gab die Ministerin gegenüber BFM TV an. Pannier-Runacher forderte in der Folge die Französinnen und Franzosen auf, nicht zu den Tankstellen zu eilen. Sie warnte, dass „diese Maßnahmen eine Verbesserung der Situation im Laufe der Woche ermöglichen werden.“
Die Gewerkschaft fordert eine Lohnerhöhung von zehn Prozent ab dem 1. Jänner des kommenden Jahres. In einer Erklärung erklärte der Ölkonzern TotalEnergies, er sei bereit, die Lohnverhandlungen mit der CGT zu beschleunigen, „vorbehaltlich der Beendigung der Blockaden.“
Euractiv: Französische Regierung gibt strategische Treibstoffvorräte frei