Fridays for Future: Befragung zeigt Hintergrund der Protestierenden

28. März 19

Seit einigen Wochen sind die Klimaproteste unter dem Motto „Fridays for Future“ in aller Munde. Nun zeigt eine repräsentative Befragung, wie sich die TeilnehmerInnen der Proteste zusammensetzen und was ihre Hintergründe und politischen Einstellungen sind.

Forschungsgruppen aus neun europäischen Ländern haben Befragungen unter den jungen KlimaaktivistInnen durchgeführt und untersucht, wer diese eigentlich sind und was sie antreibt. "Es wird viel über die Protestierenden spekuliert", so Dieter Rucht vom deutschen Institut für Protest- und Bewegungsforschung (IPB). Mit der Untersuchung solle die teilweise kontroverse Debatte auch versachlicht werden, so Rucht.

Befragt wurden TeilnehmerInnen der weltweiten Proteste am 15. März in Schweden, Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Polen, der Schweiz, Österreich, Italien und Deutschland. Die repräsentativen Ergebnisse aus Deutschland, wo 340 AktivistInnen in Berlin und Bremen befragt wurden, liegen bereits vor. Demnach  gehören knapp 53 Prozent der Befragten der Altersgruppe zwischen 14 und 19 Jahren an. Höhere Jahrgänge sind deutlich weniger vertreten. Der Protest wird also tatsächlich wesentlich von SchülerInnen getragen.

Außerdem sind die Protestierenden mehrheitlich weiblich, nämlich zu rund 58 Prozent. Die meisten von ihnen kommen aus der Mittelschicht und streben das Abitur an, studieren oder haben bereits ein abgeschlossenes Studium. Etwa die Hälfte der Eltern der Befragten hat einen Hochschulabschluss. Die TeilnehmerInnen von Fridays for Future sind zwar stark politisiert, aber fühlen sich vielfach keiner Partei zugeneigt. 40 Prozent der Befragten gaben an, sie hätten keinerlei Parteipräferenz. 36 Prozent der Protestierenden können sich mit den Grünen identifizieren, gefolgt von der Linken mit zwölf Prozent, der SPD mit drei Prozent und der CDU mit 1,5 Prozent.


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