Fukushima-Studie: Schmetterlinge mit geschädigtem Erbgut

Natur & Biodiversität

„The biological impacts of the Fukushima nuclear accident on the pale grass blue butterfly“ – das ist der Titel einer neuen Studie, die untersucht, welche Auswirkungen der Atomunfall von Fukushima auf die Umwelt hat.

Die sogenannten „Bläulinge“ sind eine Gattung von Schmetterlingen, deren männliche Tiere besonders anfällig für Umwelteinflüsse wie Radioaktivität sind. Japanische WissenschafterInnen fingen unmittelbar nach dem Atomunfall Bläulinge in der Umgebung von Fukushima sowie in anderen Teilen Japans. Sechs Monate später wurden wieder Bläulinge eingefangen.

Dabei zeigte sich, dass die Schmetterlinge aus Fukushima große Erbgutschäden aufwiesen. Die WissenschafterInnen konnten verkrüppelte Beine, Flügel, Augen und andere Erbgutschäden nachweisen. Die Schäden nahmen mit jeder folgenden Generation von Schmetterlingen zu. Sechs Monate nach dem Atomunfall wiesen zirka 52 Prozent der gesammelten Schmetterlinge aus Fukushima Erbgutstörungen auf.

Die Studienergebnisse wurden in der Fachzeitschrift „Nature“ veröffentlicht, der Volltext des Artikels steht als Download gratis zur Verfügung. Die britische Tageszeitung „Guardian“ fasste die Studienergebnisse in einem Artikel zusammen.

Guardian: Has Fukushima radiation created mutant butterflies? (en)
Guardian: Foto Schmetterling
Nature: Artikel Volltext