G20 machen keine Fortschritte beim Klimaschutz
16. Nov 18
Die G20-Staaten kommen beim Klimaschutz nicht voran, wie ein neuer Bericht zeigt. Auch wenn einzelne kleine Erfolge zu verzeichnen sind, ist das große Bild verheerend: In 15 der 19 G20-Staaten sind die Emissionen im vergangenen Jahr gestiegen.
Der "Brown to Green Report", der Organisation Climate Transparency wird seit 2015 jährlich veröffentlicht und vergleicht die Leistungen der G20-Staaten im Klimaschutz untereinander. Diese stehen gemeinsam für rund 80 Prozent der globalen Emissionen. Die neuesten Entwicklungen geben wenig Grund zur Hoffnung: Im letzten Jahr sind in 15 G20-Staaten die Emissionen im Bereich Energie angestiegen, nachdem sie von 100 bis 2014 um 56 % angewachsen waren und zwischen 2014 und 2016 kurz stagniert hatten.
Die positiven Beispiele sind verglichen mit der Aufgabe klein. So planen etwa das Vereinigte Königreich und Frankreich einen Ausstieg aus Kohle und Verbrennungsmotor, Mexiko will ein Emissionshandelssystem einführen.
Am schlechtesten bewertet wurden im Bericht Russland, Saudi-Arabien und die Türkei. Würden alle Staaten eine Klimapolitik wie diese verfolgen, würde dies zu einem Temperaturanstieg von vier bis fünf Grad führen. Doch auch Deutschland schneidet nicht gut ab. Besonders der Verkehr und der immer weiter verzögerte Kohleausstieg führen zu schlechten Noten. Es bleibt jedenfalls noch viel zu tun: Werden alle nationalen Versprechen eingehalten, würde die Welt noch immer auf eine Erhitzung um drei bis vier Grad zusteuern.