Gefährliche Chemikalien in Plastikprodukten für Babys
Chemie & Nanotechnologie
Der Streit um die Verwendung von Bisphenol-A für die Produktion von Babyfläschchen und Essensbehältern geht in die nächste Runde: Anfang April 2010 fordern führende WissenschaftlerInnen aus den USA, Großbritannien und Italien die Regierungen auf, Bisphenol-A (BPA) für die Herstellung von Plastikprodukten für Babys zu verbieten. Der Aufruf deckt sich mit den Ergebnissen von vier neuen Studien, die ebenfalls auf die schädliche Wirkung von BPA hinweisen.Dänemark hat als erster europäischer Staat reagiert und BPA für die Erzeugung von Essensbehältern für Kinder unter drei Jahren verboten. Kanada und drei US Bundesstaaten haben ebenfalls Verbote eingeführt. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) spricht sich gegen ein Verbot aus und bezieht sich auf andere Studien, die zum Teil von der Plastikindustrie finanziert wurden. BPA wird in der Plastikindustrie zur Erhöhung der Robustheit von Behältern verwendet.