Gefährliche Knusperkruste: Krebsrisiko durch Acrylamid in Lebensmitteln
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)
Acrylamid in Lebensmitteln kann das Krebsrisiko für Verbraucherinnen und Verbraucher erhöhen. Das wurde in einem aktuellen wissenschaftlichen Gutachten der Europäischen Lebensmittelbehörde (EFSA) bestätigt.Die EFSA hatte vorhandene Erkenntnisse ausgewertet und dabei auch neue Studien, auf die sie während einer öffentlichen Konsultation gestoßen ist, in das jetzige Gutachten einfließen lassen. Demnach zeigten Tierstudien, dass Acrylamid krebserregend und erbgutschädigend ist. Der chemische Stoff entsteht in stärkehaltigen Lebensmitteln, wenn diese bei Temperaturen über 120 Grad Celsius gebacken, gebraten, geröstet oder frittiert werden. Kaffee, Kekse und Pommes frites gehören ebenso zu den betroffenen Nahrungsmitteln wie Toast- oder Knäckebrot.
Die Verbraucherorganisation Foodwatch hatte zwischen 2002 und 2009 regelmäßig Weihnachtsplätzchen und Kartoffelchips auf Acrylamid testen lassen. Laut Foodwatch lässt sich der Acrylamidgehalt durch eine Umstellung der Produktion deutlich senken. Daher fordert die Organisation, dass sich alle Hersteller von Lebensmitteln, in denen sich Acrylamid bildet, an der guten Herstellungspraxis zur Vermeidung von Acrylamidkontaminationen orientieren sollen.
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) müsse endlich seine Testergebnisse veröffentlichen, fordert Foodwatch. Verbraucher hätten ein Recht darauf zu wissen, welches Produkt in welcher Höhe belastet ist. Zudem solle auf Verpackungen der Acrylamidgehalt angegeben werden. [Quelle, DNR]
Quelle, DNR: Gefährliche Knusperkruste
Gutachten der EFSA
Bericht über öffentliche Konsultation
Foodwatch zu Acrylamid