Gentechnik-Mais: Kommission erneut am Zug

30. März 17

In den Verhandlungen über eine mögliche Zulassung von drei gentechnisch veränderten Maissorten ist erneut die EU-Kommission am Zug, nachdem sich unter den Mitgliedstaaten keine qualifizierte Mehrheit für oder gegen ein Verbot gefunden hatte. Die Kommission kann nun selbst entscheiden. Sollte der Anbau generell zugelassen werden, können einzelne Mitgliedstaaten diesen auch weiterhin verbieten.

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt, dass die neue Gesundheitsministerin Pamela Rendi-Wagner der Linie ihrer Vorgängerin treu bleibt und für Österreich gegen Gentech-Mais auf europäischen Feldern gestimmt hat. Gleichzeitig warnt Greenpeace davor, dass die Europäische Kommission, unterstützt von großen Mitgliedsstaaten wie Spanien oder Großbritannien, jetzt den Alleingang wagen könnte. Denn weil auch die zweite Abstimmungs-Runde ein Patt gebracht hat, könnte die Europäische Kommission die Gentech-Maissorten jetzt ohne die Zustimmung der Mitgliedstaaten zulassen.

 

EurActiv: Länder schieben Entscheidung über Genmais EU-Kommission zu

Greenpeace warnt: EU-Kommission kann Gentech-Mais im Alleingang zulassen