Gentechnisch verändertes Saatgut: US-Studie zeigt Probleme durch Pestizidresistenz

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Was KritikerInnen schon lange predigen, wurde nun durch eine umfassende Studie des US-amerikanischen „National Research Council“ bestätigt: Saatgut, das durch gentechnische Verfahren pestizidresistent gemacht wurde, verleitet Bäuerinnen und Bauern dazu, diese Pestizide exzessiv einzusetzen, was natürlich zu zunehmenden Resistenzen auch beim Unkraut führt. In der Folge muss erst recht wieder auf zusätzliche Pestizide zurückgegriffen werden – und der größte Umwelt-Vorteil der Gentechnik auf den Feldern, der geringere Pestizidverbrauch, geht verloren.

Der National Research Council berät unter anderem auch die US-Regierung und zieht in seiner Studie insgesamt dennoch eine positive Bilanz: Seit die gentechnisch veränderten Organismen (GVO) 1996 auf die Felder kamen, hätten sie die Chemikaliennutzung verringert, die Produktionskosten reduziert und höhere oder bessere Erträge erzielt. Mehr als 80% der Mais- Soja- und Baumwollernte in den USA ist gentechnisch verändert.

Artikel New York Times