Giftiger Pelz - Studie weist hohe Chemikalienrückstände in Pelzen nach
Chemie & Nanotechnologie, Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP), Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Gesetzlich erlaubte Maximalwerte für giftige Chemikalien werden oft überschritten.Eine aktuelle Studie von EcoAid im Auftrag der Tierschutzorganisation Vier Pfoten überprüft die chemischen Rückstände in Pelzen.
Anlaß der Studie war das immer wieder vom Pelzhandel vorgebrachte Argument, dass Pelze ökologische und wertvolle Naturprodukte seien. Diese Behauptung wurde durch eine wissenschaftliche Studie jetzt widerlegt.
Die Produktion von Pelzen durchläuft einen Prozess, bei dem viele Chemikalien zum Einsatz kommen. Diese werden als Löse- und Konservierungsmittel, als Gerbchemikalien, Fettungsmittel, Imprägnierungsmittel und Lagerungshilfsmittel eingesetzt. Auch Farbstoffe, Mottenschutzmittel, und Tenside in Waschlösungen kommen zum Einsatz.
43% der untersuchten Pelze wurden als „stark belastet, potenziell gesundheitsgefährdend und nicht empfehlenswert“ eingestuft. 50% der Pelze wurden als „erheblich belastet und nicht empfehlenswert“ klassifiziert. Nur 7% wurden als mäßig belastet eingestuft.