Global 2000: 24.400 Tonnen Lebensmittelabfälle in Oberösterreich
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Im Rahmen der Brancheninitiative United Against Waste hat Global 2000 gemeinsam mit dem oberösterreichischen Umweltlandesrat Rudi Anschober österreichweit Erhebungen zu anfallenden Lebensmittelabfällen in Gastronomie- und Beherbergungsbetrieben sowie in Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung durchgeführt und auf ganz Österreich hochgerechnet. Mit Hilfe des Unternehmens Gastro Data hat Global 2000 jetzt den Anteil dieses Lebensmittelabfalles für Oberösterreich ermittelt und die Umweltbelastung berechnet, die durch die Produktion und Entsorgung dieser Lebensmittel für das Bundesland anfällt.Während die Hochrechnung für Gesamt-Österreich eine Menge an vermeidbaren Lebensmittelabfällen von 186.400 Tonnen pro Jahr ergab, liegt der Anteil Oberösterreichs bei rund 24.400 Tonnen. Diese Zahl beinhaltet Lebensmittelabfälle aus Gastronomiebetrieben von 7.100 Tonnen, aus Beherbergungsbetrieben von rund 4.500 Tonnen und aus Betrieben der Gemeinschaftsverpflegung von 12.800 Tonnen. Je nach Betrieb wird dabei aus einem Kilogramm verkochten Lebensmitteln zwischen 50 und 450 Gramm Abfall, wobei diese Zahl noch gar keine Zubereitungsreste oder Getränke inkludiert.
Global 2000 hat die Umweltbelastung, die durch vermeidbaren Lebensmittelabfall in der oberösterreichischen Außerhaus-Verpflegung pro Jahr entsteht, berechnet. Das Ergebnis bezogen auf 24.400 Tonnen vermeidbaren Lebensmittelabfall lautet: Rund 54.000 Tonnen CO2-Äquivalente, 3 Milliarden Liter Wasser und eine unnötige Flächeninanspruchnahme von zirka 5.500 Hektar Land. Um sich das Ganze bildlich vorstellen zu können, kann man die Zahlen wie folgt gleichsetzen: so viel CO2-Äquivalente wie rund 9.000 Erdumrundungen mit einem Mittelklasse-PKW, 3 Milliarden Liter Wasser verbrauchen 65.000 OberösterreicherInnen pro Jahr und einer Fläche größer als das Stadtgebiet Wels.
Interessant ist an der Berechnung auch, dass Fleisch nur einen kleineren Teil des insgesamt anfallenden Abfalles darstellt, es aber rund die Hälfte der CO2-Bilanz ausmacht.
Umso wichtiger sei es, so Global 2000, dass gerade mit Fleisch sorgsamer umgegangen wird. „GastronomInnen können einen wertvollen Beitrag für die Umwelt leisten, indem sie die Möglichkeit der Bestellung kleiner Portionen, die Mitnahme von Essensresten und ein breiteres Angebot von vegetarischen Speisen anbieten und aktiv bewerben", sagt Bernhard Wohner von GLOBAL 2000.
„ Die Produktion von Lebensmitteln - bedingt durch die moderne, industrielle Landwirtschaft - stellt durch die Verwendung von chemisch-synthetischen Pestiziden und künstliche Düngemitteln eine große Belastung für unseren Planeten dar. So stellt der Anteil der Ernährung am ökologischen Fußabdruck einer Person in Österreich ein Drittel dar. Vor allem der Umgang mit ressourcenintensiven Lebensmitteln wie Fleisch und tierischen Erzeugnissen sollte deshalb auf der Tagesordnung stehen. Werden diese Lebensmittel produziert und nicht gegessen, sondern weggeworfen, so entsteht eine enorme Belastung für die Umwelt, die vermeidbar gewesen wäre.“