Global 2000 Online-Kampagne: Kein Steuergeld für unsichere AKW
Energie
Die österreichische Umweltschutzorganisation Global 2000 will mit einer Internet-Protestkampagne verhindern, dass unsichere Atomkraftwerke in der Ukraine mit europäischen Steuergeldern weiter betrieben werden.Die Ukraine gibt nach Angaben von Global 2000 noch immer bis zu sieben Prozent der gesamten Staatsausgaben für die Folgekosten der Tschernobyl-Katastrophe aus. Trotzdem betreibt der Staat immer noch 15 Atomkraftwerke, großteils aus Sowjet-Zeiten.
12 der ältesten kommen bald an den Schluss ihrer vorgesehenen Laufzeit, berichtet die Umweltschutzorganisation. Die Ukraine will diese Kraftwerke aber zusätzlich weitere 20 Jahre betreiben.
„Die Ukraine hat kein Geld: Daher soll die Europäische Atomgemeinschaft EURATOM 500 Millionen Euro europäisches Steuergeld für die "Nachrüstung" hergeben und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBR) 300 Millionen Euro.“
Global 2000 fordert, dass keine weiteren Steuergelder für unsichere Atomkraftwerke verwendet werden und statt dessen in Energieeffizienz und in die Energiewende investiert werden.
Am 30. Oktober 2012 hätten die DirektorInnen der EBRD über den Kreditantrag der Ukraine abstimmen sollen, wegen zunehmenden kritischen Stimmen auch innerhalb der Bank wurde die Abstimmung auf Ende November verschoben. Mehr als 4.000 Protest-Emails konnten von Global 2000 bereits an den österreichischen Vertreter der Bank, Kurt Bayer, gesandt werden.
Global 2000 Online-Kampagne: Kein Steuergeld für unsichere AKW