Global 2000: TORCH – Der andere Bericht über Tschernobyl
Energie
Anlässlich des 30. Jahrestages der Atom-Katastrophe von Tschernobyl beauftragte die Umweltschutzorganisation Global 2000 gemeinsam mit der Wiener Umweltanwaltschaft den britischen Radiologen, Dr. Ian Fairlie, mit einer Aktualisierung seiner Studie „The other report on Chernobyl“ zu den gesundheitlichen Folgen der Tschernobyl-Katastrophe, insbesondere zu den Auswirkungen auf Österreich. Die Ergebnisse zeigen auch 30 Jahre nach der Verseuchung die zerstörerischen Auswirkungen der zivilen Nutzung von Atomkraft, berichtet Global 2000.„Die erneute Untersuchung des Tschernobyl-Super-GAUs kommt zu dem Ergebnis, dass in Summe mindestens 40.000 Todesfälle weltweit durch die Reaktorkatastrophe zu beklagen sein werden. Nach Weißrussland war Österreich mit 13 Prozent seiner Gesamtfläche weltweit am zweitstärksten von der hohen Cäsium-Belastung der Tschernobyl-Katastrophe betroffen, auch radioaktives Jod traf Österreich stark.“
Innerhalb von 50 Jahren werden 40.000 zusätzliche tödliche Krebserkrankungen erwartet. „Bis heute wurden schon 6.000 zusätzliche Schilddrüsenkrebsfälle registriert und weitere 16.000 Fälle werden langfristig noch erwartet.“
„Neue Daten zeigen einen Anstieg von Schilddrüsenkrebsfällen auch in Österreich, ähnlich wie vergleichbare Studien in anderen Ländern. Verstärkte Überwachung, Diagnose und medizinischen Expositionen zu radioaktivem Jod sind teilweise die Ursache, aber 8 % bis 40 % der erhöhten Schilddrüsenkrebs-Fällen in Österreich nach 1990 sind wahrscheinlich aufgrund von Tschernobyl aufgetreten.“
Der Bericht steht als Download auf der Webseite von Global 2000 zur Verfügung.
Global 2000: TORCH – Der andere Bericht über Tschernobyl
Bericht: TORCH – 2016 (en)