Global Witness: Seit 2002 mehr als 900 UmweltaktivistInnen ermordet
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz, Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
In den Jahren 2002 – 2013 wurden mehr als 900 UmweltaktivistInnen ermordert. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung der Organisation Global Witness. Ein neuer Report beleuchtet die Ermordungen der AktivistInnen in Peru. „Peru’s Deadly Environment“ zeigt auf, dass in den Jahren 2002 – 2014 insgesamt 57 AktivistInnen ermordet wurden, 60 Prozent davon allein in den letzten vier Jahren.Im September wurden der Aktivist Edwin Chota und drei weitere prominente Mitglieder des Ashéninka Stammes in Peru ermordet. Sie protestieren gegen illegale Rodungen rund um ihr Dorf im Amazon-Regenwald. Edwin Chota hatte mehrere Morddrohungen von den Loggern erhalten und die Regierung in Peru erfolglos um Hilfe und Schutz gebeten.
Seine Ermordung sei eine direkte Konsequenz der Nachfrage der westlichen Länder nach Produkten wie Palmöl, Gummi, Gas, Holz und Rindfleisch, für deren Gewinnung und Produktion die Regenwälder zerstört werden, schreibt die britische Tageszeitung „Guardian“ in einem Artikel über die Ermordung Chotas. Das Holz eines einzigen Zedernbaumes würde in den USA für 9.000 Dollar verkauft werden, ein Mahagoni-Baum sei 11.000 Dollar Wert. Grund genug für einen Mord, schreibt der „Guardian“.