Greenpeace & Global 2000: Neue Studie zeigt riesiges Potenzial von Bürgerenergie in Europa
Die Umweltschutzorganisationen Global 2000 und Greenpeace präsentierten am 26. September 2016 eine neue Studie von CE-Delft im Auftrag ihrer Brüsseler Dachorganisationen, von EREF und Rescoop. Die Studie untersucht, wer in Zukunft die Energiequellen für die Energiewende in Europa zur Verfügung stellen wird. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass bis zum Jahr 2050 45 Prozent des Strombedarfs in Europa von Energieanlagen stammen könnten, die von BürgerInnen selbst betrieben werden. Mehr als die Hälfte der EU-BürgerInnen würde dann zu EnergieproduzentInnen werden.
In Österreich könnten sieben von neun BürgerInnen zu „EnergiebürgerInnen“ werden und rund 37 TWh an Elektrizität produzieren. Das entspricht weit mehr als der Hälfte des derzeitigen Inlandsstromverbrauchs von 61 TWh. Gekoppelt mit dezentralen Speichersystemen werden EU-BürgerInnen dann auch mithelfen, Schwankungen im Energienetz auszugleichen.
„Die Ergebnisse machen das gewaltige Potenzial erst bewusst, das auf den Dächern unserer Gebäude und in Beteiligungsmodellen mit lokalen Initiativen steckt. Umgekehrt kann die Energiewende ohne die BürgerInnen nicht auskommen. Auch in Österreich ist die Bundesregierung nun gefordert, dieses Potenzial zu erkennen, Hürden für kleine Akteure zu beseitigen und lokale Initiativen zu stärken. Bürgerbeteiligung muss jetzt ein Leitgedanke für die Diskussion um eine Reform des Ökostromgesetzes und die kommende Energie- und Klimastrategie werden“, sagen Johannes Wahlmüller von Global 2000 und Herwig Schuster von Greenpeace.
Die Studie steht als Download auf den Webseiten der Umweltschutzorganisationen zur Verfügung.
Greenpeace & Global 2000 Pressemitteilung
Studie CE Delft (2016): The Potential of Citizen Energy in the European Union