Greenpeace: Arctic Sunrise-Aktivisten sind keine Piraten – Email-Protestaktion

Energie, Wasser, Meere & Fischerei

„Am 18. September führte das Greenpeace Schiff "Arctic Sunrise" eine friedliche Protestaktion bei der Gazprom Bohrinsel Prirazlomnaya durch, um die erstmalige Erdölproduktion in arktischen Gewässern zu stoppen. Die russische Küstenwache reagierte scharf: nach dem Abfeuern von Warnschüssen und der Festnahme zweier Aktivisten durch bewaffnete Beamte beschlagnahmten sie das Schiff und verschleppten es in Richtung Murmansk“, berichtet Greenpeace.

„Das Russische Untersuchungskomitee gab am Freitag bekannt, man erwäge eine formelle Anklage wegen Piraterie, ungeachtet der Tatsache, dass Piraterie nur auf gewaltsame Handlungen gegen Schiffe oder Flugzeuge, begangen zu privaten Zwecken, anwendbar ist – nicht aber auf friedliche Proteste gegen Bohrinseln zum Schutz der Umwelt, wie dies aus Artikel 101 der UNO-Seerechtskonvention klar hervorgeht“, kritisiert Greenpeace. „Beim Piraterievorwurf dürfte es sich um den Versuch handeln, rückwirkend eine Rechtfertigung für das Entern des Schiffes außerhalb der territorialen Gewässer zu schaffen.“
Bisher haben laut Angaben der Umweltschutzorganisation die russischen Behörden zum Vorfall nicht offiziell Stellung genommen. Es sei daher nicht klar, ob das Schiff und die Mannschaft formell verhaftet wurden und falls ja, aufgrund welcher gesetzlichen Bestimmungen. Behördenvertreter hätten den Medien gegenüber widersprüchliche Aussagen gemacht.

Greenpeace ruft seine UnterstützerInnen auf, eine Email an die russische Botschaft zu senden, um die Befreiung der Aktivisten zu unterstützen. Am Mittwoch Vormittag (25.9.2013) hatten bereits rund 168.000 Menschen weltweit die Unterstützungs-Email abgeschickt.

Greenpeace Pressemitteilung
Protest-Email an die russische Botschaft