Greenpeace: Bedrohte Paradiese durch giftige Textilien

Chemie & Nanotechnologie, Wasser, Meere & Fischerei

Eine Studie im Auftrag von Greenpeace zeigt, wie die Verwendung von giftigen Chemikalien bei der Produktion von High Street Fashion immer weiter um sich greift.

Die Studie setzt die bereits durchgeführten Untersuchungen in China und Mexiko fort. Der aktuelle Report baut auf der Arbeit der Detox-Kampagne von Greenpeace auf, welche die Textilfertigungsindustrie „als Großverantwortlichen für die Wasserverschmutzung im Globalen Süden“ aufzeigt.

Für die aktuelle Studie wurde eine große Textilfabrik in Indonesien untersucht. „Das Unternehmen PT Gistex leitet eine Vielzahl gefährlicher Substanzen direkt in den Fluss Citarum nahe Bandung in Westjava ein“, informiert Greenpeace.

Indonesien zählt zu den zehn größten Textilexportländern der Welt. Das sichtbare Problem von Müll und unbehandelten Haushaltsabwässern sei „massiv“. Abwässer aus der Textilindustrie sind laut Studienergebnissen eine weitere Hauptquelle der Verschmutzung, vor allem am Oberlauf des Flusses Citarum. Dort produzieren 68 Prozent der Industrieanlagen Textilien, unter anderem auch die Firma PT Gistex.

Die Studie „Toxic Threads: Polluting Paradise“ steht auf der Webseite von Greenpeace gratis als Download zur Verfügung.

Greenpeace: Bedrohte Paradiese Pressemitteilung
Greenpeace Report: Toxic Threads: Polluting Paradise (en, pdf)