Greenpeace: Bundesländer lehnen TTIP-Schiedsgerichte ab

Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)

In einer gemeinsamen Erklärung sprechen sich die 
Bundesländer dezidiert gegen die Einrichtung von Schiedsgerichten im 
Rahmen des Freihandelsabkommens EU - USA (TTIP) aus, schreibt „Greenpeace“. Die einheitliche
 Länderstellungnahme liegt Greenpeace vor und soll heute, Mittwoch, auch im
 Bundesrat diskutiert werden.

Wörtlich heißt es darin: "Die 
österreichischen Bundesländer fordern den Bund auf, sich dafür 
einzusetzen, im gegenständlichen Freihandelsabkommen keine
 ISDS-Regeln zu verankern."

Greenpeace-Sprecher 
Florian Schweitzer begrüßt den klaren Vorstoß gegen ISDS. "Die Bundesländer 
unterstreichen mit ihrer gemeinsamen Erklärung, dass
 Investitionsschutz auf Kosten der Menschen mit Österreich nicht zu
machen ist."

Während in Österreich und anderen Ländern der Widerstand gegen ISDS 
wächst, verhandle die EU-Kommission mit Volldampf weiter, kritisiert
 Schweitzer. "Obwohl die Verhandlungen über den Investitionsschutz bei 
TTIP ausgesetzt sind, versucht die EU über das Freihandelsabkommen
mit Kanada (CETA) noch weitreichendere Investitionsschutzregelungen 
durchzusetzen."

Greenpeace fordert, die Frage des Investitionsschutzes aus 
TTIP und CETA herauszulösen. "Die EU-Kommission hat zugesagt, eine 
breite Debatte über ISDS zu ermöglichen. Dieses Versprechen wird zur 
Farce, wenn die EU gleichzeitig bereits versucht, mit CETA Fakten zu
 schaffen."

Greenpeace Pressemitteilung