Greenpeace: OMV soll nicht in der Arktis nach Öl bohren
Energie
Laut Medienberichten verzichtet die Firma Royal Dutch Shell aus wirtschaftlichen Gründen auf neue Ölbohrlizenzen in der norwegischen Arktis. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace begrüßt die Entscheidung des Ölkonzerns, nicht an der nächsten Vergabe von Ölbohrlizenzen in der norwegischen Arktis teilzunehmen. Der österreichische Mineralölkonzern OMV sei hingegen „weiterhin an der Ausschreibung interessiert und könnte schon bald gemeinsam mit dem russischen Ölriesen Gazprom die neuen Ölfelder erschließen“, kritisiert Greenpeace. Laut Angaben der Umweltschutzorganisation hätte die OMV erst vor Kurzem „im Rahmen eines Asset-Tausches der Gazprom eine Beteiligung an den norwegischen Ölfeldern zugesichert.“Greenpeace fordert den österreichischen Konzern auf, auf weitere Ölbohrlizenzen in der Arktis zu verzichten und sich gänzlich aus sensiblen Ökosystemen zurückzuziehen
Der russische Konzern Gazprom sei das erste Unternehmen gewesen, das mit der Bohrinsel Prirazlomnaya 2013 trotz internationaler Kritik Ölbohrungen für kommerzielle Zwecke in der Arktis durchführte, berichtet Greenpeace.
Sollte die OMV die neuen Lizenzen in der norwegischen Arktis erhalten, „wäre dies nicht das erste derartige Projekt des österreichischen Konzerns. Bereits im Jänner 2016 hat die OMV in dieser Region, in unmittelbarer Nähe des Naturschutzgebietes Bäreninsel, mit Erkundungsbohrungen begonnen“, berichtet Greenpeace.