Greenpeace: OMV startet riskante Ölbohrungen in der Arktis nahe Naturschutzgebiet
Energie
Der österreichische Mineralölkonzern OMV hat laut eigenen Angaben damit begonnen unweit eines Naturschutzgebietes in der Arktis nach Öl zu bohren.Anlässlich dieser Entwicklung installierten am 22. Jänner 2016 rund 30 Greenpeace-AktivistInnen auf einer OMV-Tankstelle in der Wiener Muthgasse einen symbolischen Ölteppich.
„Heute ist ein schwarzer Freitag für die Arktis. Ungeachtet des hohen Risikos für Umwelt, Tier und Mensch steht für die OMV in Wahrheit nur der Profit im Vordergrund“, sagte Adam Pawloff, Klima- und Energiesprecher bei Greenpeace in Österreich: „Wir fordern den Ölmulti auf, Verantwortung zu zeigen und die Notbremse zu ziehen. Die OMV muss ihre Ölbohrungen in der Arktis sofort und für immer auf Eis legen.“
Der symbolische Ölteppich, der die OMV-Tankstelle bedeckte, soll die drohende Gefahr für die Arktis widerspiegeln. Denn bei einem Ölunfall über dem sogenannten Hoop-Ölfeld in der norwegischen Barentssee sei es aufgrund des derzeit vorherrschenden arktischen Winters kaum möglich, das Ausbreiten einer Ölpest zu stoppen, kritisiert Greenpeace. Zudem befinde sich das Ölfeld nur knapp 180 Kilometer vom Naturschutzgebiet Bäreninsel entfernt, das neben einer der größten Vogelkolonien der nördlichen Hemisphäre auch zahlreiche Säugetiere wie Eisbären, Robben oder Wale beheimaten würde. Weniger als sechs Tage würde es laut dem norwegischen Energiekonzern Statoil dauern, bis ein Ölunfall auf dem Hoop-Ölfeld die Bäreninsel erreicht, informiert Greenpeace.
Greenpeace Pressemitteilung
Link zur Greenpeace Kampagne zum Schutz der Arktis