Greenpeace-Petition gegen geplante Ölbohrungen an der Adria

Energie

Die am 19. Mai 2015 in Wien stattfindende Hauptversammlung der OMV AG wurde von Greenpeace-Protesten gegen die geplanten Ölbohrungen in der Adria begleitet.

Um auf die drohende Verschmutzung von Meer und Küste aufmerksam zu machen, demonstrierten Greenpeace-AktivistInnen vor den Türen des Congress Center Messe Wien, in dem die Hauptversammlung der OMV AG stattfand. "Beispiele wie Deepwater Horizon zeigen, wie verheerend Ölunfälle sein können. Die OMV setzt die Zukunft der Adria aufs Spiel und gefährdet mit den geplanten Ölbohrungen nicht nur das dortige Ökosystem, sondern auch den wichtigsten Wirtschaftszweig Kroatiens, den Tourismus", sagt Greenpeace-Sprecher Lukas Meus und fordert vom österreichischen Konzern die geplanten Ölbohrungen in der Adria fallen zu lassen.

"Der OMV-Konzern steht in der ersten Reihe, um an die dort vermuteten Ölreserven zu kommen", kritisiert Greenpeace. "Anfang des Jahres sicherte sich die OMV Ölbohrlizenzen für sieben Gebiete vor der Küste Kroatiens. Die Lizenz-Vergabe erfolgte vor dem Abschluss der rechtlich vorgeschriebenen strategischen Umweltprüfung."

"Besonders prekär ist, dass einige der Lizenzgebiete in der Nähe von Nationalparks und direkt vor der historischen Stadt Dubrovnik liegen. Lediglich zehn Kilometer von Küsten und nur sechs Kilometer von Inseln entfernt würden die Bohrplattformen zum Einsatz kommen", sagt Meus. Insgesamt sollen zukünftig 90 Prozent der kroatischen Adriafläche für Gas- und Ölbohrungen geöffnet werden. Die erwartenden Einnahmen für die Ölexploration in den ersten fünf Jahren sind laut Angaben von Greenpeace etwa 70 Mal niedriger als jene aus dem Tourismussektor im gleichen Zeitfenster.

Die kroatische Regierung plant im Juni die Verträge mit OMV zu unterzeichnen. "Noch sind die Verträge nicht unterschrieben, noch können wir verhindern, dass die Zukunft der Adria keine sprichwörtlich schwarze wird", so Lukas Meus von Greenpeace in Österreich. "Zukunft Adria" heißt auch die Petition, die Greenpeace jetzt dazu gestartet hat. Die Petition kann auf der Webseite der Umweltschutzorganisation unterzeichnet werden.

Greenpeace Pressemitteilung
Greenpeace: Petition Zukunft Adria