Greenpeace-Studie: Bayer "schmutzigster" Pestizidhersteller der Welt
Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Nach einem Mitte Juni 2008 veröffentlichten Greenpeace-Ranking ist der deutsche Pestizid-Hersteller Bayer derjenige mit den schädlichsten Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt. Es folgen Syngenta (Schweiz), Monsanto (USA), BASF (Deutschland) und Dow Chemical (USA). Bei der Bewertung spielt der Anteil besonders giftiger Pestizide an der Produktion ebenso eine Rolle wie der Weltmarktanteil des Unternehmens.Die fünf „Führenden“ des Rankings kontrollieren 75 % des Weltmarktes für Pestizide, 243 der 512 von ihnen verkauften Pestizide - also 46 % - sind besonders gefährlich. Für weitere 16 % der Pestizide ist die öffentlich zugängliche Datenlage nicht ausreichend. 42 % der Pestizide am EU-Markt können nicht einmal von den besten EU-Labors routinemäßig detektiert werden.
Greenpeace verknüpft die Ergebnisse der Studie mit konkreten Forderungen im Zusammenhang mit der laufenden Debatte um eine Neugestaltung der Pestizidzulassung in der EU: Krebserregende, erbgutschädigende und reprotoxische Pestizide dürfen ebenso wenig zugelassen werden wie solche, die Hormon- oder Nervensystem schädigen. Gleiches gilt für Pestizide, die Bienen schädigen oder aquatische Ökosysteme stören.
Pressemeldung Greenpeace (en)
Studie „The Dirty Portfolios of the Pesticides Industry” (en pdf 1,4mb)