Greenpeace-Studie: Subventionierung von Billigfleisch
Klima & Energie, Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz
Der Fleischkonsum in Deutschland könnte merklich gesenkt werden, wenn der günstige Mehrwertsteuersatz für Fleisch erhöht werden würde. Das ist das Ergebnis einer Studie, die vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace Deutschland durchgeführt wurde.„Wenn Fleischprodukte nicht mehr, wie bisher, über den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent subventioniert wären, sondern mit den vollen 19 Prozent besteuert würden, hätte das direkte Auswirkungen auf den Fleischverbrauch in Deutschland. Laut Studie würden die Menschen deutlich weniger Fleisch essen: Jährlich im Durchschnitt fast zehn Prozent weniger Schweinefleisch - das beliebteste Fleisch hierzulande -, ein Kilo Geflügel und ein halbes Kilo Rindfleisch.“
Insgesamt würde es bedeuten, „dass im Jahr etwa 3,8 Millionen Schweine, 60 Millionen Hühner und 180.000 Rinder weniger geschlachtet würden. Das würde so viel CO2 einsparen, wie knapp zwei Millionen Autos pro Jahr ausstoßen. Agrarflächen zum Futtermittelanbau in der Größe des Ruhrgebiets würden frei werden“, informiert Greenpeace.
Die Studie steht auf der Webseite von Greenpeace gratis als Download zur Verfügung.
Die Studie „Ökonomische Instrumente für eine Senkung des Fleischkonsums in Deutschland“
Greenpeace Pressemitteilung
Studie: Ökonomische Instrumente für eine Senkung des Fleischkonsums in Deutschland (pdf)