Greenpeace und Ökobüro: Neue Regeln gegen Greenwashing – Kritik an Österreichs Umsetzung

Seit Sonntag gelten in Österreich die neuen EU-weiten Vorgaben gegen Greenwashing. Die sogenannte „Empowering Consumers“-Richtlinie (EmpCo) soll Konsument:innen besser vor irreführenden Umweltversprechen schützen. Umweltorganisationen kritisieren jedoch die österreichische Umsetzung.

Strengere Vorgaben für Umweltwerbung

Künftig müssen Umweltaussagen nachvollziehbar belegt werden, Nachhaltigkeitssiegel bestimmten Anforderungen entsprechen und Aussagen zur Klimaneutralität strengeren Vorgaben folgen. Auch Werbung mit ohnehin gesetzlich vorgeschriebenen Mindeststandards sowie irreführende Angaben zu Haltbarkeit und Reparierbarkeit sollen untersagt werden.

Kritik an dreijähriger Übergangsfrist

Greenpeace und ÖKOBÜRO sehen insbesondere eine österreichische Übergangsregelung kritisch: Bereits produzierte Waren sollen demnach noch bis zu drei Jahre unter bisherigen Bedingungen vermarktet werden können. Greenpeace zufolge könnte damit auch weiterhin mit Umweltaussagen geworben werden, die den neuen Anforderungen nicht entsprechen.

Die beiden Organisationen haben deshalb Beschwerde bei der EU-Kommission angekündigt. Sie berufen sich auf ein von Greenpeace beauftragtes Rechtsgutachten, wonach eine solche Übergangsfrist in der EU-Richtlinie nicht vorgesehen sei, und fordern eine entsprechende Nachbesserung der nationalen Regelung.

ots Greenpeace Presseaussendung, 25.09.2026

Der Standard, 27.09.2026