Greenpeace: Zu viele Agrargifte in Europas Apfelplantagen

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Cocktails aus bis zu 13 verschiedenen Pestiziden belasten Böden und Gewässer in Apfelplantagen in Europa. In Deutschland enthielten sieben von zehn Wasser- und Bodenproben bis zu acht unterschiedliche Pestizide.

Zu diesen Ergebnissen kommt Greenpeace nach Tests in zwölf europäischen Ländern. Der am 16. Juni 2015 veröffentlichte Report "Der bittere Beigeschmack der europäischen Apfelproduktion" beschreibt auch erfolgreiche ökologische Alternativen zum Gifteinsatz.

Greenpeace analysierte 36 im April 2015 genommene Wasser- und 49 Bodenproben aus Apfelplantagen auf Rückstände von Pestiziden. 64 dieser Stichproben wiesen Rückstände auf, über die Hälfte war mehrfach belastet. Schlusslicht war eine Bodenprobe mit 13 verschiedenen Giften. Insgesamt fanden sich 53 verschiedene Gifte, darunter besonders toxische wie DDT und hormonell wirksame Substanzen wie Endosulfan. 20 der Gifte sind extrem beständig und lassen sich daher über Jahrzehnte in der Umwelt finden. Einige der analysierten Gifte sind mittlerweile verboten, jedoch noch immer auffindbar. Kommen hohe Gefährdung und lange Beständigkeit zusammen, sind die Gifte besonders bedenklich.

Der Report "Der bittere Beigeschmack der europäischen Apfelproduktion" steht auf der Webseite von Greenpeace gratis als Download zur Verfügung.

Greenpeace Pressemitteilung
Report "Der bittere Beigeschmack der europäischen Apfelproduktion"