Greenpeace zur FIFA WM 2026
Greenpeace kritisiert die diesjährige FIFA Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko als Paradebeispiel für Greenwashing. Während die Nachhaltigkeitsstrategie der FIFA eine Klimaneutralität bis 2040 angibt, wird diese WM die klimaschädlichste in der Geschichte des Turniers. Maßgeblich verantwortlich für diesen Negativrekord ist der neue Spielmodus mit mehr Spielen und damit auch Flügen. Anstatt auf echte Nachhaltigkeit zu setzen, dient das Event umweltveschmutzenden Konzernen wie Aramco, Coca-Cola, Unilever und Qatar Airways als milliardenschwere Werbefläche. Greenpeace fordert die FIFA auf, diese Scheinheiligkeit zu beenden, ihre Vorbildwirkung endlich ernst zu nehmen und fossile sowie umweltschädigende Sponsoren konsequent auszuschließen.
Die Ausweitung der WM auf 48 Teams und 104 Spiele entlarvt die Nachhaltigkeitsstrategie der FIFA als Greenwashing: Während der Verband kommuniziert, seine Emissionen bis 2030 um 50 % zu senken und bis 2040 klimaneutral sein zu wollen, führt der neue Spielmodus zu einer Explosion des Flugverkehrs in Nordamerika. Durch diese Expansion und die riesigen Distanzen auf dem nordamerikanischen Kontinent schätzen Expert:innen, dass die FIFA Weltmeisterschaft 2026 mit geschätzten neun Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten das bisher „klimaschädlichste“ Turnier der Geschichte wird. Dies entspricht fast einer Verdoppelung des Fußabdrucks im Vergleich zum Durchschnitt der letzten vier Weltmeisterschaften. Bereits bei der WM in Katar wurden Behauptungen der FIFA über „Klimaneutralität“ von Behörden als irreführend eingestuft – ein Muster, das sich nun fortzusetzen droht.
Besonders scharfe Kritik übt Greenpeace an der Auswahl der Sponsoren. Der saudi-arabische Energiekonzern Aramco ist - wäre er ein Land - für den viertgrößten CO2-Ausstoß der Welt verantwortlich. Coca-Cola wurde bereits das sechste Jahr in Folge als größter Plastikverschmutzer weltweit identifiziert und versucht aktiv, Umweltgesetze zu schwächen. Auch der Konsumgüterriese Unilever steht in der Kritik, da er trotz gegenteiliger Versprechen weiterhin massiv zur globalen Plastikkrise beiträgt. Hyundai inszeniert sich bei der WM als grüner Autohersteller, während 93 Prozent ihrer verkauften Autos weiterhin Verbrenner sind. Qatar Airways wiederum wirbt mit zweifelhaften CO2-Kompensationen, während das Unternehmen sein gesamtes Geschäftsmodell auf fossilen Rohstoffen aufbaut.