Gründung einer neuen UNO-Plattform soll helfen, den Verlust von Biodiversität zu stoppen.
Natur & Biodiversität
IPBES - Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services der UNO - soll Datenaustausch zwischen Wissenschaftern und Regierungen fördern.Am 21. Dezember wurde bei der 65. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York eine neue Organisation ins Leben gerufen, die dazu beitragen soll, den weiteren weltweiten Verlust von Biodiversität zu stoppen.
Hauptaufgabe der IPBES, der Intergovernmental Platform on Biodiversity and Ecosystem Services, ist die Förderung der Kommunikation zwischen Wissenschaftern und Regierungen.
Zu den Themen Artenschutz und Biodiversität gibt es viele Daten und Forschungsberichte, das Wissen um die Gründe für den Verlust der Biodiversität ist also vorhanden. Aber oft werden diese Daten und Berichte von der Politik nicht ausgewertet und in politische Maßnahmen und Gesetze zum Schutz der Umwelt umgesetzt. Diesen Mangel an Kommunikation will die IPBES beheben. Es wird gehofft, dass Regierungen in Zukunft rascher konkrete Maßnahmen gegen den Verlust der Biodiversität setzen.
Ein weiteres Problem ist, dass viele wissenschaftliche Berichte unterschiedliche Standards und Definitionen verwenden, was den Vergleich der Daten erschwert oder unmöglich macht. Auch da will die IPBES korrigierend eingreifen.
Die Gründung der IPBES kam zu Ende des „Internationalen Jahres der Biodiversität“ der Vereinten Nationen, das nächste Jahrzehnt wurde von der UNO zum „Internationalen Jahrzehnt der Biodiversität“ ernannt. Das heurige Jahr wurde als „Internationales Jahr der Wälder“ designiert.