„Grüne“ Finanzwirtschaft gewinnt an Wichtigkeit
Wie EurActiv berichtet, soll das Mid-term-Review der EU- Kapitalmarktunion einen weiteren Schritt hin zum Umsetzen einer „grünen“ Finanzwirtschaft bewirken. Während schon eine gewissen Sensibilisierung bestehe, müsse diese sich nun in politische Umsetzung konkretisieren, so Niall Bohan, Zuständiger der Europäischen Kommission für die Kapitalmarktunion, gegenüber EurActiv.
Es liege aktuell Druck auf globalen Regulatoren, Portfolios „Stresstests“ zu unterziehen, wenn es um langfristige Umweltangelegenheiten wie Klimawandel geht. Risiken des Klimawandels wie Überflutungen, Stürme oder der steigende Meeresspiegel können Vermögenswerte binnen kürzester Zeit zerstören. Mit diesen Herausforderungen gilt es umzugehen.
Der Finanzsektor beginnt sich langsam umzustellen, immer mehr Kapital wird in „alternative“ nachhaltige Anlagen investiert, wie z. B. Windparks oder klein strukturierte Renovierungsprojekte. Trotzdem hat der durchschnittliche Anleger, die durchschnittliche Anlegerin nur 1 % an alternativen Investments.
Ziel der Kommission ist es, „transparente Marktpreise für Umweltrisiken“ zu gewähren sowie ein Messsystem zu erstellen, um „Umwelt-Performance“ zu beobachten. Daran arbeitet im Moment eine 20-köpfige High-Level-ExpertInnengruppe unter der Führung von Christian Thimann, Leiter der Regulierung, Nachhaltigkeit und Vorsorge bei Axa, einer französischen Versicherung.
EurActiv: Green finance reaches EU policy ‘tipping point’