Grünes Licht für das Programm für Ländliche Entwicklung seitens der EU

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz, Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)

Das österreichische Programm Ländliche Entwicklung 2014-2020 wird eines der ersten Programme sein, das von der EU-Kommission formell genehmigt wird. In einem Telefonat mit Bundesminister Andrä Rupprechter gestern, Dienstag, hat der neue Agrarkommissar Phil Hogan die Genehmigung des vergangene Woche in Brüssel eingereichten Programmes fix zugesagt. Die formelle Bestätigung wird noch vor Weihnachten erfolgen.

Insgesamt wurden von allen Mitgliedsstaaten 118 Programme eingereicht. Laut Hogan werden bis Jahresende nur sechs Programme genehmigt. Die österreichischen Umweltorganisationen begrüßen diesen Schritt. „Wir zollen Bundesminister Rupprechter und seinem Team Respekt für die Bereitschaft, im Umweltbereich noch einmal bei zentralen Punkten erheblich nachgebessert und damit auch die Freigabe seitens der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission erwirkt zu haben“, so Michael Proschek-Hauptmann, Geschäftsführer des Umweltdachverbandes.

Bis zuletzt waren zentrale Forderungen der Umweltorganisationen unerfüllt geblieben und auch die Europäische Kommission hatte ihre Kritik aufrechterhalten. So lagen bei vorigen Entwürfen die kalkulierten Ausgaben, insbesondere für Naturschutzprojekte, weit unter den Bedarfsschätzungen der NGOs und der Bundesländer. Auch das gewichtige Agrarumweltprogramm ÖPUL – trotz massiver Kürzung weiterhin zentraler Bestandteil des LE-Programms – war aufgrund der mangelnden Wirksamkeit einzelner Maßnahmen in der Kritik der UmweltschützerInnen gestanden. „Massive Nachbesserungen machen es nun aber möglich, dass für die kommenden sieben Jahre insgesamt rund 460 Millionen Euro für die Sicherung von Naturschutzflächen in der Land- und Forstwirtschaft, die Umsetzung von zentralen Projekten wie Natura 2000 und den Schutz unserer Nationalparks zur Verfügung stehen werden“, schreibt der Umweltdachverband in einer Pressemitteilung.

Umweltdachverband Pressemitteilung
BMLFUW Pressemitteilung