Guardian: „Der Tag, an dem die Welt verrückt wurde“

Klima & Energie

George Monbiot, Umweltjournalist der britischen Tageszeitung „Guardian“ nennt den 28. August als „den Tag, an dem die Welt verrückt wurde“.

An diesem Tag wurde bekannt, dass das Eis in der Arktis in einem derartigen Tempo schmilzt, wie zuvor noch nie gemessen wurde. Dieser „globale Klimazusammenbruch“ wurde von vielen nicht wahrgenommen, so Monbiot, da die Medien darüber nur marginal berichteten.

Gleichzeitig wütete in den USA der Hurrikan „Isaac“, der so stark war, dass der nationale Kongress der Republikaner verschoben werden musste. WissenschafterInnen konnten vor Kurzem in einer Studie nachweisen, dass die Häufigkeit und die Stärke von Hurrikanen unter anderem durch das Vorhandensein von – vor allem menschlich verursachten – Aerosolen über den Meeren verursacht wird.

In Großbritannien waren an diesem Tag die Politiker damit beschäftigt, über den Ausbau des Londoner Flughafens Heathrow zu debattieren, wo eine weitere Landebahn gebaut werden soll. Der Vorsitzende des britischen parlamentarischen Kommitees für Energie und Klimawandel, Tim Yeo, sprach sich für den Bau der Landebahn aus.

Guardian: The day the world went mad (en)
Newsletterartikel EU-Umweltbüro – Studie: Studie: Temperatur der Meeresoberflächen stark von Aerosolen beeinflusst