Guardian: Lebensmittel-Test in West Yorkshire – 38% der Lebensmittel falsch gekennzeichnet
Umweltrecht & KonsumentInnenschutz (EBI,TTIP)
KonsumentInnen werden Getränke mit Flammschutz-Zusätzen verkauft, Rindfleisch, das in Wirklichkeit Schweinefleisch enthält, falscher Käse, Shrimps, die zu 50% aus Wasser bestehen, Schinken, der kein Schinken ist und vieles mehr, berichtet die britische Tageszeitung „Guardian“.38% aller Lebensmittelproben, die im Rahmen einer Lebensmittelkontrolle in West Yorkshire, England, untersucht wurden, waren falsch gekennzeichnet. Einige enthielten sogar verbotene Zusätze. Im Zuge der Überprüfung wurden 900 Lebensmittel von einem staatlichen Labor überprüft. Laut Angaben von Experten seien diese Ergebnisse repräsentativ für ganz Großbritannien, schreibt der „Guardian“.
Ein Kräuter-Diät-Tee enthielt zum Beispiel keine Kräuter sondern ein Glukose-Pulver, das mit einem verschreibungspflichtigen Medikament versetzt war, das gar nicht mehr auf dem Markt zugelassen war, in einer Höhe, die 13 Mal der normalen Dosis für dieses Medikament entsprach.
Ein Drittel der Fruchtsäfte waren nicht korrekt gekennzeichnet. Zwei enthielten Zusatzstoffe, die in der EU nicht zugelassen sind. Einer der Säfte enthielt sogar einen Flammschutz-Zusatz.
Falscher Wodka, der eigentlich aus pflanzlichen Zutaten bestehen muss, wurde gefunden, der aus Isopropanol bestand, das als Kälteschutzmittel und als industrielles Lösungsmittel verwendet wird.
Guardian: Fake-food scandal revealed as tests show third of products mislabelled