Hai-Attacken: Überlebende fordern besseren Schutz dieser Tiere

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Haifischflossen als beliebte asiatische Suppeneinlage kostet rund 73 Millionen Haien jährlich das Leben.

Beim sogenannten Hai-Finning werden die Haifischflossen abgetrennt und zurückbehalten, der lebende Hai wird von den Fischern wieder ins Meer zurückgeworfen, wo er dann ertrinkt oder verblutet. Rund 73 Millionen Haie werden so laut britischer Tageszeitung Guardian jedes Jahr auf grausame Weise abgeschlachtet. Die Haifischflossen sind vor allem in asiatischen Ländern eine begehrte Suppeneinlage.

Die Tiere bekommen jetzt von unerwarteter Seite Unterstützung, nämlich von Menschen, die Haifisch-Attacken überlebt haben. Krishna Thompson, ein Bankier aus New York, meinte in einem Interview mit dem Guardian: „Ich wurde von einem Hai attackiert. Ja, es war tragisch, aber das liegt nun einmal in der Natur der Haie...wenn ich so eine Attacke überleben kann und mich trotz des Verlustes eines Beins für den Schutz dieser Tiere einsetze, ist es unverständlich, warum das Andere nicht auch können.“

Engagierte EU-BürgerInnen, die sich auch gegen das Hai-Finning einsetzen möchten, können das noch bis zum 21. Februar tun. Die EU bittet im Rahmen einer öffentlichen Konsultation um Stellungnahmen zum Thema Hai-Finning. Ein Dokument in deutscher Sprache mit allen Hintergrundinformationen zu dieser Konsultation steht online zur Verfügung.

Guardian: Shark attack survivors fight to save endangered species (en)
EU-Konsultation zum Thema Hai-Finning
Hintergrundinformationen in deutscher Sprache (pdf)