Handelsblatt: BMW hat Merkel im Sack

Energie, Verkehr & Luft & Industrie

Die deutsche Industriellenfamilie Quandt, die große Anteile an dem Autohersteller BMW besitzt, hat vor wenigen Tagen insgesamt 690.000 Euro an die CDU gespendet, berichtet das „Handelsblatt“.

Die Großspende zu diesem Zeitpunkt ist deshalb signifikant, weil Deutschland am Montag beim Treffen der EU-Umweltminister in Luxemburg eine Einigung über strengere CO2-Normen verhinderte. Ein bereits gefundener Kompromiss soll nun noch einmal geändert werden, berichtet das „Handelsblatt“. Betroffen von einer Reduzierung der Abgaswerte wären in erster Linie die Hersteller von Oberklassen-Fahrzeugen wie zum Beispiel BMW.

„Wenn es einen direkten Zusammenhang gibt zwischen den Spenden und der Verschiebung der Abstimmung zu CO2-Grenzwerten für Autos, dann kann die Bundeskanzlerin das nur entkräften, indem sie ihre politische Blockadehaltung in dieser Klimaschutzfrage räumt“, sagte der nordrhein-westfälische Grüne Umweltminister Johannes Remmel zum „Handelsblatt“. „Der Verdacht, dass hier eine politische Entscheidung gekauft wurde muss ausgeräumt und im Rahmen von Koalitionsverhandlungen korrigiert werden.“

Handelsblatt: BMW hat Merkel im Sack