Handelsblatt: Rekord-Betrug mit EU-Geldern

Die europäische Betrugsbekämpfungsbehörde Olaf hat gestern, Dienstag, in Brüssel ihren Jahresbericht für das Jahr 2011 vorgestellt. Mehr als 691 Millionen Euro werden von der EU-Kommission jetzt zurückgefordert. Viele der Delikte betreffen Bereiche, die einen direkten Einfluss auf die Umwelt haben.

In Süditalien sind 389 Millionen Euro zu Unrecht in den Straßenbau geflossen, berichtet das Handelsblatt. Auch bei der Einfuhr von Plastiksackerln aus China oder der Einfuhr von Biodiesel aus den USA kam es zum Betrug.

In dem Zeitraum 2006-2011 waren insgesamt acht österreichische Firmen in betrügerische Aktivitäten verwickelt, die von Olaf untersucht wurden. In vier Fällen kam es zu Verurteilungen, vier weitere Fälle sind noch nicht abgeschlossen.

Bei der Behörde gingen im Jahr 2011 mehr als 1.000 Betrugsanzeigen ein, drei Viertel davon wurden von PrivatbürgerInnen erstattet.
Der Jahresbericht 2011 der Betrugsbekämpfungsbehörde Olaf steht online als Download zur Verfügung.

Handelsblatt: Rekord-Betrug mit EU-Geldern
Olaf: Jahresbericht 2011 (pdf, en)