Handlungsbedarf für EU nach Fipronil-Skandal

Der Skandal rund um mit Fipronil belastete Eier weitet sich immer mehr aus. Allein ins deutsche Bundesland Niedersachsen sind in den letzten Monaten mehr als 35 Millionen belastete Eier geliefert worden, wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet.

Unterdessen ist Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit in der Causa unter Zugzwang. Unter anderem ist zu klären, warum das EU-Schnellwarnsystem im Falle der Fipronil-Eier erst so spät anschlug.

Vorerst sollen noch mehr Informationen zur Causa gesammelt werden. Für den 26. September ist dann ein europäisches Sondertreffen geplant, bei dem auch die gegenseitige Information der EU-Länder auf dem Prüfstand steht. Hier geht es auch um sich entgegenstehende Interessen von KonsumentenInnen und ProduzentInnen. Während erstere so rasch wie möglich über mögliche Gesundheitsrisiken informiert werden sollten, will die Lebensmittelindustrie hohe Absatzeinbußen durch eventuell verfrühte Meldungen vermeiden.

 

Neue Osnabrücker Zeitung: 35,3 Millionen Fipronil-Eier nach Niedersachsen geliefert

Tagesspiegel: Ein Fall für den Kommissar