#HandsOffNature: Fast 200.000 Bürger:innen sagen Nein zur Aufweichung des EU-Umweltrechts
In nur 10 Tagen gingen 196.118 Nachrichten von europäischen Bürger:innen ein, die von der #HandsOffNature-Kampagne mobilisiert wurden und die EU-Kommission dringend aufforderten, eine Aufweichung der EU-Naturschutzvorschriften unter dem Deckmantel der "Vereinfachung" zu verhindern.
Ende Juli veröffentlichte die EU-Kommission einen Aufruf zur Einreichung von Stellungnahmen, um Meinungen von EU-Bürger:innen, Unternehmen und Organisationen zur Verringerung des Verwaltungsaufwands im Umweltrecht einzuholen. Dieser Vorschlag ist Teil der laufenden "Vereinfachungs"-Welle, mit der Bürokratie für Unternehmen durch angeblich schnellere Entscheidungen, weniger Schritte und klarere Regeln abgebaut werden soll. Hinter dieser Formulierung verbirgt sich jedoch eine andere Realität: dringend benötigte Umweltschutzmaßnahmen werden im Namen der "Effizienz" abgebaut, wodurch Industrien, die die Natur schädigen, mehr Macht erhalten und jahrzehntelang hart erkämpfte Schutzmaßnahmen für Menschen und den Planeten untergraben werden. Dieser Aufruf löste ein überwältigendes Echo aus: Fast 200.000 Menschen schrieben, um sich gegen die Aufweichung der Umweltvorschriften zu wehren und einen noch stärkeren Schutz zu fordern. In ihren Botschaften betonten sie die Dringlichkeit, die Natur für heutige und künftige Generationen zu schützen, die öffentliche Gesundheit zu verteidigen, Abholzung und Wasserverschmutzung zu verhindern und die hart erkämpften Fortschritte zu bewahren, die durch die EU-Naturschutzvorschriften bereits erreicht wurden.
Es wird erwartet, dass die EU-Kommission das im Rahmen der Aufforderung zur Einreichung von Beweisen erhaltene Feedback ausarbeitet und bis Ende 2025 ihren Umwelt-Omnibus vorlegt.
Hands off nature: nearly 200,000 citizens say no to weakening EU environmental laws