Heinrich-Böll-Stiftung: Konzerne sollen für Klimaschäden zahlen

Klima & Energie

Konzerne mit hohem CO2-Ausstoß müssen ebenso für Verluste und Schäden durch den Klimawandel zur Verantwortung gezogen werden wie Staaten. Das fordert die Heinrich-Böll-Stiftung in ihrem jetzt veröffentlichten Bericht "Carbon Majors Funding Loss and Damage", informiert die Internet-Plattform „Klimaretter“. Dazu schlägt die Stiftung eine Abgabe in einen Fonds für die Opfer des Klimawandels vor.

Es seien nur sehr wenige Unternehmen, die allein für einen Großteil der Emissionen sorgten, die wiederum zu den Klimaschäden führen. Die Mengen an Kohle, Erdöl und Erdgas, die weltweit von nur 83 Unternehmen gefördert werden, sowie der Zement, den weitere sieben Unternehmen herstellen, seien laut dem Bericht zusammen für zwei Drittel der seit Beginn der Industrialisierung produzierten globalen Treibhausgase verantwortlich, fasst „Klimaretter“ zusammen.

"Die Unternehmen sollten bis 2020 etwa 50 Milliarden US-Dollar zur Verfügung stellen. Man könnte mit ungefähr zwei US-Dollar pro Tonne CO2 starten", sagt Julie-Anne Richards, Ko-Autorin des Berichts. Die Zahlungen sollen dann schrittweise steigen – und am besten gleich in den Internationalen Mechanismus für Verluste und Schäden fließen.

Der Bericht "Carbon Majors Funding Loss and Damage" steht auf der Webseite der Heinrich-Böll-Stiftung gratis als Download zur Verfügung.

Klimaretter: Konzerne sollen für Klimaschäden zahlen
Studie: Carbon Majors Funding Loss and Damage“