Historisches Gerichtsurteil in England: Arbeitsrecht darf nicht gegen Tierschützer diskriminieren

Landwirtschaft, Gentechnik & Tierschutz

Tierschutz wird als „philosophischer Glaube“ mit Religion gleichgestellt.

Ein 42-jähriger britischer Tierschützer, der auf Grund seiner Tierschutzaktivitäten seinen Job als Gärtner verlor, gewann jetzt einen Prozess gegen seine ehemaligen Arbeitgeber. Diese hatten Joe Hashman gekündigt, als sie von seinem Engagement gegen die Fuchs- und Hasenjagd erfuhren. Die Besitzer einer Gärtnerei im englischen Bezirk Dorset gehören laut Tageszeitung „Guardian“ einem Jagclub an, dem „South and West Wiltshire Hunt“.

Der Richter begründete seine Entscheidung damit, dass Joe Hashman’s Engagement für den Tierschutz so stark sei, dass sein „philosophischer Glaube“ mit Religion gleichzusetzen sei und er deshalb nicht diskriminiert werden dürfe. Die Kündigung erfolgte demnach zu Unrecht.

Ein ähnliches Urteil wurde in Großritannien bereits im Jahr 2009 gefällt, als der Umweltschutzaktivist Tim Nicholson einen Prozeß mit dem gleichen Argument gewann.

Guardian: Hunt saboteur Joe Hashman wins landmark ruling. (en)