Hoher Goldpreis Schuld an Abholzung des Tropenwaldes in Peru
Nachhaltigkeit & Wirtschaft (Greenjobs)
Peru ist einer der größten Goldförder-Staaten - Abholzung und Vergiftung der Umwelt durch Quecksilber hat stark zugenommen.Der Goldpreis erreichte im Juli 2011 einen Höchstpreis, die Nachfrage nach diesem Metall hat in den letzten Jahren wegen der Wirtschaftskrise stark zugenommen. Eine neue Studie zeigt, dass der hohe Goldpreis große Schuld an der Umweltverschmutzung und an der Abholzung des Regenwaldes in Peru trägt.
Peru ist einer größten Goldproduzenten, Schätzungen zufolge werden 20-30 Prozent des weltweiten Goldes in diesem Land abgebaut. Die Förderung von Gold ist extrem umweltschädlich, unter anderem werden in der traditionellen Förderung große Mengen an Quecksilber verwendet, die dann in die Erde, in die Atmosphäre und in die Gewässer eintreten. Der Import von Quecksilber nach Peru hat sich laut Studie im heurigen Jahr fast verdoppelt. Letztes Jahr wurden 280 Tonnen Quecksilber importiert, heuer bereits rund 500 Tonnen.
Auch die Abholzung des Regenwaldes hat stark zugenommen. In den Jahren von 2003-2006 betrug die Abholzung rund 292 Hektar pro Jahr, in den folgenden drei Jahren betrug sie jährlich rund 1.915 Hektar. In diesen Jahren stieg der Goldpreis laut Studie jährlich um durchschnittliche 18 Prozent.
Science for Environment Policy: Rising gold prices drive Peruvian deforestation and mercury imports. (en, pdf)
Studie: Gold Mining in the Peruvian Amazon: Global Prices, Deforestation, and Mercuy Imports. (en)