IEA-Bericht: World Energy Outlook 2014 – Starke Zunahme von Atomkraft vorhergesagt
Energie
Am 12. November 2014 präsentierte die International Energy Agency (IEA) in London den jährlichen „World Energy Outlook“ (WEO). In dem diesjährigen Bericht gibt es einen Fokus auf Atomenergie. Laut Analyse der IEA wird die Kapazität der durch Atomkraftwerke gewonnenen Energie bis zum Jahr 2040 um rund 60% zunehmen. Wachstum würde vor allem in vier Ländern stattfinde: China, Indien, Korea und Russland.Der Bericht sieht aber auch eine positive Entwicklung der erneuerbaren Energien. Bis zum Jahr 2040 werden diese Energieformen die Hauptquelle der Elektrizitätsgewinnung ausmachen, so die IEA. Diese Entwicklung bewertet Österreichs Umweltminister Andrä Rupprechter positiv.
„Für eine erfolgreiche Energiewende müssen wir auch auf internationaler Ebene alle an einem Strang ziehen: raus aus fossiler Energie, stattdessen zielgerichtete Investitionen in erneuerbare Energieträger und Energieeffizienz“, so Rupprechter anlässlich der Veröffentlichung des World Energy Outlook-Berichtes.
„Die umfassende Analyse der Internationalen Energieagentur (IEA) würde klare Missverhältnisse bei den weltweiten Subventionen für Energie deutlich machen. Mit insgesamt 550 Milliarden US-Dollar sind die öffentlichen Beihilfen für fossile Energie viermal so hoch wie jene für Erneuerbare“, schreibt das Umweltministerium in einer Pressemitteilung.
Der WEO 2014 würde auch verdeutlichen, dass die Kosten der Nutzung der Atomenergie bislang unterschätzt wurden. Mindestens 100 Milliarden US-Dollar werden allein für notwendige Stilllegungen und Rückbauten notwendig sein. Atomenergie wird vor allem in Märkten ausgebaut, in denen sie durch entsprechende Preisregulierungen bevorzugt wird. „Österreich lehnt jede Art der Förderung von Kernenergie strikt ab und wird gegen die Entscheidung der Europäischen Kommission, staatlichen Beihilfen des geplanten britische AKW Hinkley-Point C zu genehmigen, eine Nichtigkeitsklage vor dem EuGH einbringen“, sagt Rupprechter.